Die Mozilla Foundation will mit der kommenden Version vom Firefox 3.0.2 ein End User License Agreement (EULA) einführen. Vom Internetbrowser Firefox kennt man bisher eigentlich immer nur die Mozilla Public Lincense (MPL). Die EULA wird nomal nur für proprietäre Software benutzt, zu der man den Firefox nun nicht zählt.
Gegen dieses Vorgehen protestieren jetzt die Entwickler der Linux Distribution Ubuntu. Am meisten stört man sich an der Art der Präsentation. Die juristische Formulierung kommt allerdings noch dazu. Durch den Protest gehen die Forderungen sogar soweit, dass man eine eigene Version des Browsers entwickeln soll. Damit kann auf den Firefox komplett verzichtet werden und man kann einen Browser ohne EULA implementieren.
Das dieser Weg funktioniert, sieht man bereits seit einiger Zeit bei den Entwicklern der Linux-Distribution Debian. Diese haben sich für einen Weg ohne Firefox entschieden und gehen damit den Lizenzbestimmungen von der Mozilla Foundation aus dem Weg. Die spezielle Firefox Version die man für Debian entwickelt hat hört auf den netten Namen Iceweasel. Damit keinerlei Markenrechte verletzt werden, wird sogar auf die Logos von Firefox verzichtet.
Soweit will es der Ubuntu-Vater Mark Shuttleworth allerdings gar nicht erst kommen lassen. Seiner Ansicht nach kann man sich mit der Mozilla Foundation auch anderweitig einigen. Kompromissbereitschaft haben die Entwickler vom Firefox bereits gezeigt. Mozilla Chefin Mitchell Baker hat bereits erklärt, dass der aktuelle EULA Text ein Fehler ist. Man arbeitet schon an einer Lösung des Problems. Die überarbeitete Lizenzvereinbarung soll bereits vorliegen. So konnte man bei Ubuntu nochmal die Kurve kriegen und auf eine eigene Firefox Version verzichten.





