Wie das “Wall Street Journal” unter Berufung auf eine interne Untersuchung berichtet, sollen mutmaßlich chinesische Hacker über Jahre hinweg den Telekom-Ausrüster Nortel ausspioniert haben. Seit dem Jahr 2000 sollen die Hacker Zugriff auf das gesamte Computersystem des Konzerns gehabt haben, wird berichtet. Möglich sei dies dadurch geworden, dass Top-Managern insgesamt sieben Passwörter entwendet wurden. Angreifer [...]
Wie das “Wall Street Journal” unter Berufung auf eine interne Untersuchung berichtet, sollen mutmaßlich chinesische Hacker über Jahre hinweg den Telekom-Ausrüster Nortel ausspioniert haben. Seit dem Jahr 2000 sollen die Hacker Zugriff auf das gesamte Computersystem des Konzerns gehabt haben, wird berichtet. Möglich sei dies dadurch geworden, dass Top-Managern insgesamt sieben Passwörter entwendet wurden.
Angreifer hatten Zugriff auf sämtliche Dateien
Brian Shields, seinerzeit Manager und Sicherheitsbeauftragter, der die Untersuchung bei Nortel leitete, bestätigt, dass die Angreifer Zugriff auf Dokumente aller art gehabt haben. Uneingeschränkt konnten technische Dokumentationen, Entwicklungsberichte, Geschäftspläne und E-Mails eingesehen und heruntergeladen werden. Bis heute seien die Angreifer nicht identifiziert worden, man mutmaßt, dass es sich um chinesische Hacker gehandelt haben könnte.
Angriff erstmals 2004 erkannt
Erst vier Jahre nach dem ersten Angriff auf das Computersystem von Nortel, wurden die Verantwortlichen aufmerksam. Über das Benutzerkonto hatten die Hacker einen für den Manager untypischen Datensatz heruntergeladen, das sorgte für Misstrauen. Im Verlauf entdeckte man, dass immer wieder Daten an Internet-Adressen mit Sitz in Schanghai, China, verschickt worden sind. Zunächst soll man bei Nortel kaum etwas dagegen unternommen haben, die Thematik und Gefahrenlage sei offenbar unterschätzt worden, berichtet der langjährige Nortel-Chef Mike Zafirovski. Im Jahr 2009 ging Nortel pleite, Shields behauptet, dass Interessenten wie Avaya, Ericsson oder Ciena keine Kenntnis über die Sachlage erhalten hätten.
-Thomas
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