Die Finanzagentur des Bundes plant ein neues Finanzierungsprodukt, die Tagesanleihe, zum 01. Juli 2008 zu starten. Damit erweitert der Bund neben Bundesschatzbriefen, Bundesobligationen und Bundesanleihen seine Finanzierungsmöglichkeiten. Mit der Tagesanleihe soll Tagesgeldkonten und Geldmarktfonds Konkurrenz gemacht werden.
Die geplante Strategie der deutschen Finanzagentur könnte aufgehen, denn rückblickend betrachtet weißt die Tagesanleihe attraktive Zinskonditionen auf. Die Verzinsung orientiert sich an dem Bankenzinssatz EONIA (Euro OverNight Index Average) minus einer Provision in Höhe von 7,5 Prozent.
So lag der EONIA Zinssatz bei in letzter Zeit bei 4,00 Prozent. Umgerechnet bekommen dann die Anleger auf das eingezahlte Geld eine Verzinsung in Höhe von 3,70 Prozent und damit mehr als bei einigen Banken auf deren Tagesgeldkonten. Aus diesem Grund sind die Bedenken einiger Banken durchaus nachvollziehbar, startet hier doch ein ernstzunehmender Wettbewerber.
Da viele private Anleger mit ihrem Geld den Zinsen „nachrennen“ und somit öfters Banken wechseln rechnet die deutsche Finanzagentur bereits kurz nach der Einführung mit einem hohen Volumen an frischen Mitteln durch die Anleger.
Diesen Anlegern dürften neben den attraktiven Zinsen auch die hohe Sicherheit der Einlagen als Anreiz dienen ihr Geld bei dem Staat anzulegen und verzinsen zu lassen.
Die Tagesanleihe vereint somit die positiven Eigenschaften eines Tagesgeldkontos mit denen von Geldmarktangeboten. Tägliche Verfügbarkeit, täglich variable Verzinsungsrate mit attraktiven Konditionen und hohe Sicherheit auf das angelegt Kapital.
Interessierte Anleger sollten sich daher den 01. Juli 2008 in ihrem Kalender markieren.





