Seitdem die bundesweite Impfkampagne läuft, ist ein Streit unter den zuständigen Impf-Apotheken entbrannt. In vielen Bundesländern herrscht ein regelrechter Unmut zwischen den Pharmazeuten, denn wer den Zuschlag für den Impfstoffverteiler gegen die Schweinegrippe bekommt, entscheidet ein Losverfahren. Diese Entscheidung führt offenbar zu Ärger in einigen Bundesländern und Städten.
Einige Landkreise sind der Meinung, möglichst viele Apotheken in die Verteilerliste aufzunehmen, andere dagegen halten von dieser Regelung weniger. Hier haben die Gesundheitsämter Sorge, beispielsweise 200 Apotheken nicht kontrollieren zu können, deshalb gehe der Zuschlag nur an einige Ausgewählte. Bis zum Ende des Jahres sollen diese Apotheken regionale Arztpraxen mit dem Impfstoff Pandemrix versorgen. Danach wird gewechselt und im nächsten Quartal andere Apotheker damit beauftragt.
70 Cent pro Dosis erhalten einige Apotheken für die Verteilung vom Impfserum Pandemrix, das sei laut Apothekerkammer kein gutes Geschäft für die Pharmazeuten. Pro Lieferung kommt noch eine Fahrtkostenpauschale von 7,50 hinzu. Da der Wirkstoff nur in Zehner-Packungen ausgeliefert werden kann, gibt es pro Lieferung 7,00 Euro. Viele Apotheken, die nicht per Losverfahren für die Verteilung der Impfstoffe ausgewählt wurden, fürchten nun, dass sie am Ende leer ausgehen und keine Folgeaufträge bekommen. Der Gewinn an Pandemrix ist von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich. In Baden-Württemberg gibt es pro Dosis gerade mal 40 Cent, und nur 37 Cent sind es in Bayern. Auch die Fahrtkostenpauschale wird nicht flächendeckend bezahlt.





