Es bleibt die Frage aller Fragen, aber es sieht so aus, als würden die Beiträge der Krankenkassen 2010 steigen. Im Augenblick bezahlen alle gesetzlich Versicherten einen Einheitsbetrag von 14,9 Prozent des Bruttoeinkommens. Lange anhalten wird dies wahrscheinlich nicht mehr.
Die Krankenkassen haben derzeit etwa 50 Millionen Mitglieder und für die meisten dieser Mitglieder, werden im Jahr 2010 Zusatzbeiträge durch die Krankenkassen erwartet. Dem Magazin Focus gegenüber äußerte der Chef der KKH-Allianz, Ingo Kailuweit das 2010 fast alle Kassen einen Zusatzbeitrag erheben müssen. Rosige Zeiten für gesetzlich Versicherte sehen anders aus.
Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen hatte erst kurz zuvor eine ähnliche Prognose für die Zukunft abgegeben. Schon jetzt hat es 2009 die erste Kasse getroffen. Die Gemeinsame Betriebskrankenkasse Köln (GBK) erhebt für ihre 30.000 Mitglieder bereits einen Zusatzbeitrag.
Die Einnahmen aus den gesetzlichen Krankenkassen die durch die 14,9 Prozent des Bruttolohns entstehen, fließen alle samt in den Gesundheitsfonds. Aus diesem Gesundheitsfonds erhalten die gesetzlichen Krankenkassen ihre Gelder, sollten die zugewiesenen Gelder jedoch nicht ausreichen, müssen die Krankenkassen für sich selbst Zusatzbeiträge erheben. Krankenkassen haben es momentan nicht leicht, denn einerseits müssen diese 10 Prozent höhere Arzthonorare zahlen, andersseits steigen aber die Ausgaben aufgrund der medial-gepuschten Schweinegrippe auch immer weiter.
Die Kosten könnten noch weiter steigen, nämlich dann wenn die Medikamente teurer werden. Hinten raus jedoch steigt auch die Arbeitslosigkeit, was dann die Einnahmen der Kassen sinken lässt. Bleibt jetzt abzuwarten wie weit der Vorreiter – die GBK – mit dem Zusatzbeitrag von 8 Euro kommen wird, denn an solchen Marktgeschehen orientieren sich sicherlich die Konkurrenten.
Eine echte Alternative ist hier natürlich die private Krankenversicherung, in diese jedoch kommt nicht jeder Arbeitnehmer hinein. Zudem sind auch die Kosten für die private Krankenversicherung nicht immer gering, denn Vergleichen lohnt sich, wenn man seine Gesundheit dauerhaft in guten Händen wissen will.





