In einigen Bundesländern wurde auf Empfehlung zahlreicher staatlicher Schulämter ab sofort Zwangsurlaub für Schwangere angeordnet. Der Grund für die notwendige Maßnahme sind werdende Mütter und ihre ungeborenen Säuglinge, die sich im Fall einer Infizierung einige Wochen vor der Entbindung stark gefährden könnten.
Zwar sei es noch nicht dringend erforderlich, ganze Schulen zu schließen, da die Grippe im Normalfall relativ harmlos verläuft, dennoch sollten Eltern sofort die Schule informieren, wenn eine Erkrankung des Kindes festgestellt wurde. Die ständige Impfkommission STIKO teilte unterdessen mit, dass eine Ausweitung der bereits laufenden Immunisierung zu empfehlen sei. Demnach sollen ab sofort auch jungen Menschen im Alter von sechs Monaten bis 24 Jahren gegen die Schweinegrippe geimpft werden. Ebenso wird zu einer Verabreichung einer Spritze geraten, wenn Risikopatienten im selben Haushalt wohnen.
Die STIKO empfahl die Impfung bislang nur für Beschäftigte in gesundheitlichen Berufen und in der Wohlfahrtspflege, chronisch Kranke, Schwangere und Wöchnerinnen. Nun sollen auch alle sogenannte „Haushaltskontaktpersonen“ hinzukommen, um eine Verbreitung des H1N1 Erregers einzudämmen. Während hierzulande gegen die üblichen Schweinegrippe Viren angegangen wird, haben Ärzte und Mediziner in Großbritannien bereits gegen einen mutierten Virenstamm zu kämpfen. Der genveränderte Erreger sei gegen das Grippemittel und auch andere Medikamente resistent, hieß es. Angaben zufolge sei das neu aufgetauchte Virus jedoch nicht aggressiver als andere Grippeviren und könne mit dem Medikament Relenza behandelt werden.





