Vor kurzem ist ein Baby, das sieben Monate alt war an den Folgen der Schweinegrippe gestorben, in Basel ein fünf Monate alter Säugling. Kleinkinder und Kinder unter einem Jahr sind besonders gefährdet, an den Folgen der H1N1 Infektion zu sterben. Die Welle der Ereignisse hat wieder die Diskussion entfacht, ob Schwangere geimpft werden sollen, auch um das ungeborene Leben zu schützen.
Laut Paul-Ehrlich-Institut (PEI) und dem Robert-Koch-Institut (RKI) sollte vor der Immunisierung sorgfältig abgewogen werden, in welchem Verhältnis der Nutzen und das Risiko der Impfung stehen. Ist die Schwangere durch eine Vorerkrankung risikogefährdet und besteht somit die Möglichkeit für einen schweren Verlauf der H1N1 Infektion, wird eine Impfempfehlung ausgesprochen. Leben im selben Haushalt mehrere Kinder, ist die Schwangere in öffentlichen Einrichtungen mit viel Kundenverkehr tätig und dementsprechend besonders ansteckungsgefährdet, sollte ebenfalls eine Spritze gegen die Schweinegrippe verabreicht werden.
Die STIKO empfiehlt bislang insbesondere für Schwangere einen nicht-adjuvantierten Spaltimpfstoff, der allerdings in Deutschland nicht zur Verfügung steht. Als Ausweichmöglichkeit sehen PEI und RKI das Serum Pandemrix. Die Arzneimittelagentur EMEA erklärte, dass wissenschaftliche Auswertungen ausreichend wären, um die Impfung mit einem Serum, das Verstärkerwirkstoffe enthält, zu vertreten. In einer Studie mit rund 340 werdenden Müttern wurde jetzt nachgewiesen, dass durch die Impfung für die saisonale Influenza die Kinder bis acht Monate nach der Geburt weniger Erkältungskrankheiten hatten, als jene, die vor der Geburt nicht immunisiert wurden.





