Lippenherpes gehört oft zum Alltag vieler Deutscher. Meist helfen rezeptfreie Medikamente gegen die lästig juckenden Bläschen. Unter Einhaltung einfacher Hygieneregeln kann die Gefahr einer Verschleppung und weiteren Verbreitung jedoch eingedämmt werden und dehnt sich somit nicht auf die Augen, Nase und anderen Körperstellen aus.
Nach Angaben der Bundesapothekenkammer sollten Betroffene nach Abklingen der Infektion die Zahnbürste wechseln und Kontaktlinsenträger vorsichtig im Umgang dieser sein. Herpes ist ansteckend und zwar so lange, bis die harte Kruste von den Bläschen abfällt. Da die infektiösen Erreger sich im menschlichen Speichel tummeln, sollte deshalb auch beim Benutzen von Geschirr und Handtüchern Vorsicht walten und diese nicht in einem gemeinsamen Haushalt geteilt werden.
Küssen mit Lippenherpes ist tabu, weder Partner noch Kind sollten aus Gründen einer drohenden Ansteckung liebkost werden. Bereits beim ersten Kribbeln ist eine Anwendung von Herpes-Cremes zu empfehlen. Mit einem Applikator oder Wattestäbchen wird die Salbe auf die betroffenen Stellen aufgetragen, das Arzneimittel sollte aufgrund des Infektionsrisikos nicht mit den Händen gebraucht werden. Kosmetische Pflaster, die wirkstofffrei sind, helfen ebenfalls die entzündeten Stellen abzuheilen. Wenn jedoch alle Stricke reißen und auch die Selbstmedikation nicht so recht helfen will, ist es besser einen Arzt aufzusuchen, der eine wirksamere Behandlung ansetzen kann.




