Die Auslieferung der äußerst umstrittenen Salbe gegen Neurodermitis und Psoriasis ist seit gestern im Handel, wobei eine letzte behördliche Untersuchung noch aussteht. 25.000 Tuben werden vorerst in den Apotheken erhältlich sein, ein Teil davon geht in die Schweiz und Österreich. Nach Angaben der Produzenten sei die Salbe frei von Cortison und sämtlichen Nebenwirkungen und soll Hautkrankheiten wie Neurodermitis und Schuppenflechte lindern.
Obwohl eine letzte Überprüfung durch die Bezirksregierung Düsseldorf anstehe, werden Händler bereits beliefert, die Hersteller sehen es als „unternehmerisches Risiko“, das sie dennoch gern eingehen. Geprüft wird, ob es sich bei Regividerm um ein Medizinprodukte oder ein Arzneimittel handelt. Wäre es tatsächlich ein Arzneimittel, kämen umfangreiche Langzeitstudien und ein Genehmigungsverfahren beim Bundesinstitut für Arzneimittel ins Rollen. Nach Aussagen von Regeneratio enthält die rosafarbene Salbe unter anderem die Wirkstoffe Vitamin B 12 und Avocado Öl.
Stefanie Paul, Sprecherin der Bezirksregierung gab unterdessen bekannt, dass die Dauer und das Ergebnis der Untersuchung noch nicht geklärt seien und demnach völlig offen sind. Im Rahmen der Prüfung wird auf die Frage eingegangen, ob der Inhaltsstoff Vitamin B 12 eine medizinische Substanz ist oder nicht. Würde sich also herausstellen, dass es sich bei der Salbe Regividerm um einen Arzneimittel handelt, könne das Medizinprodukt auch noch nachträglich vom Markt genommen werden.
Ähnliche Nachrichten: