Die aktuellen Absprachen zwischen CDU/CSU und FDP über den zukünftigen Richtungswechsel innerhalb der Gesundheitspolitik stoßen nicht nur auf Zustimmung. Allerdings befürworten die privaten Krankenversicherungen (PKV) die Vereinbarungen. So wie es momentan läuft, ist es vielleicht gar nicht so verkehrt, erklärt der Direktor des PKV-Verbandes Volker Leienbach. Die jetzige Regierung plant eine neue Richtung in Sachen Gesundheitspolitik und will diesen Kurs auch weiterhin beibehalten. Zwar wünscht man sich in Bezug auf den Gesundheitsfond mehr Klarheit, doch ist ein neues System gut erkennbar.
Der Wettbewerb zwischen den Kassen wir härter werden, ohne Frage, aber auch mehr Freiheit bei der Gestaltung innerhalb der Krankenversicherungen ist gegeben. Ein konkreter Punkt ist die Drei-Jahres-Regelung. Die Bundesregierung hatte diese Frist festgesetzt, somit musste jeder Arbeitnehmer die Versicherungsgrenze drei Jahre hintereinander überschritten haben, um in eine private Krankenversicherung eintreten zu dürfen. Diese Gesetzgebung soll nun geändert werden, der Wechsel ohne Fristenregelung ist somit geebnet.
Weiterhin soll die Idee der kapital gedeckten Pflegeversicherung realisiert werden, da die Pflegekosten kontinuierlich ansteigen. Die immer höheren Ausgaben könnten mit einer bisherigen Pflegeversicherung auf Dauer nicht mehr gedeckt werden. Auch die Wahl- und Zusatztarife in den gesetzlichen Krankenkassen werden nunmehr überprüft und gegebenenfalls begrenzt werden. Laut PKV wären diese Art von Tarifen in einer Sozialversicherung unzumutbar. Zusatztarife der GKV dienten als sogenannte Lockvogel-Angebote und seien in einem umlagefinanzierten System nicht tragbar.





