Wie die Zukunft im Gesundheitswesen weiter aussieht, ist bis dato ungewiss. Auch, wie die Finanzierung der gesetzlichen Krankenversicherung letztlich gehandhabt wird, beschäftigt derweil die neue Koalition aus Union und FDP. Aus den bisherigen Verhandlungen geht jedoch klar hervor, dass die private Krankenversicherung (PKV) 2010 gestärkt werden soll.
Der Wettbewerb zwischen den gesetzlichen und privaten Kassen soll angekurbelt werden, indem es gesetzlich Versicherten leichter gemacht wird, in die PKV zu wechseln. Die 3-Jahres-Frist soll komplett entfallen. Ausschlaggebend ist die Versicherungspflichtgrenze, die im kommenden Jahr um einiges reduziert werden soll. Aktuell galt, dass der bisherige Satz dreimal hintereinander überschritten werden musste, um einen Wechsel möglich zu machen. Um dies realisieren zu können, will die FDP stärkere kapitalgedeckte Bausteine im Gesundheitswesen einbeziehen.
Die private Versicherung hat gegenüber der gesetzlichen Versicherung einige Vorteile. So kann man beispielsweise benötigte Leistungen in einem Vertrag festhalten und individuell auf einen selbst zuschneiden. Das Basispaket ist mit der GKV relativ identisch und für Kunden, die gerade einen Wechsel vollzogen haben, zu empfehlen. Leider ist es derzeit nicht allen Berufsgruppen möglich, in die PKV einzutreten. Bisher dürfen dies nur Selbständige, Freiberufler und Beamte, bei denen das Einkommen bedeutungslos ist. Angestellte hingegen müssen ein bestimmtes jährliches Bruttoeinkommen vorweisen, um wechseln zu können. Mitglieder einer privaten Versicherung genießen einige Vorteile. Freie Arztwahl, freie Klinikwahl, keine Wartezeiten und freie Wahl der Medikamente sind nur einige genannte Beispiele. Bevor man allerdings einen Vertrag unterzeichnet, sollte unbedingt einen Fachmann dazu gezogen werden.
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