20 Jahre nach dem Mauerfall gleicht sich nun auch die Gesundheit der in den neuen Bundesländern lebenden Menschen an die alten Bundesländer an und….übertrumpft sie auch noch. Denn im Osten steigt die Lebenserwartung der Menschen rasant an. Somit sind die Unterschiede, zumindest was die Gesundheit und Sterblichkeit betrifft, fast beseitigt. Dies ist das positive Ergebnis einer Studie, die das Robert-Koch-Institut (RKI) am Montag in Berlin vorwies. Speziell zu betonen sei, dass die Lebenserwartung der Ostdeutschen seit 1989 stärker angestiegen ist als in den alten Bundesländern.
Demnach lag laut der RKI-Studie die mittlere Lebenserwartung bei der Geburt in den neuen Bundesländern Anfang der 90er Jahre bei Frauen bei 77,2 und bei Männern bei 69,9 Jahren. Im Vergleich dazu wurden die im Westteil lebenden Frauen im Schnitt 79,5 und die Männer 73,1 Jahre alt.
Die errechnete Statistik in den Jahren 2005/2007 ergab bei den weiblichen Neugeborenen eine Lebenserwartung von 82 und im Westen von 82,3 Jahren. Nur bei den Jungen erhöhte sich das voraussichtliche Alter auf 77,2 Jahren im Westen und im Osten auf 75,8 Jahre. Die ehemalige Gesundheitsministerin Ulla Schmidt sieht das Ergebnis als durchweg positiv und betonte, dass nach der Wiedervereinigung ein „guter Weg“ eingeschlagen wurde. Expertin des Robert Koch Instituts Bärbel-Maria Kurth wies auf die nur noch geringen Gesundheitsunterschiede der jungen Generation zwischen Ost und West hin und stellte fest, dass die Unterschiede sich nicht mehr an bestimmten Kriterien festmachen ließen.




