9. September 2010

Mozart hilft Frühgeborenen beim Wachstum

Umso zügiger frühgeborene Babys an Gewicht zunehmen, desto besser wirkt sich dies auf ihre Gesundheit und weitere Entwicklung aus. In einer Studie spielten israelische Forscher Frühgeborenen Klassik von Mozart vor und untersuchten hierbei die körperlichen Vorgänge, die in den Ergebnissen als positiv für die kleinen Geschöpfe zu bezeichnen sind.

Die Forscher aus Tel Aviv ließen die Frühgeborenen täglich 30 Minuten Mozart hören. Zeitgleich wurde bei den Babys gemessen, wie sich ihr Energieverbrauch dabei entwickelt. Eine Vergleichsgruppe von Frühgeborenen lag in einem ruhigen Raum und schlief beziehungsweise ruhte. Bei den „Mozart-Kindern“ stellte man fest, dass sie weniger Energie verbraucht hatten als die Vergleichsgruppe. Dies bedeutet, dass sie im Endeffekt weniger Kalorien verbrauchten und somit schneller an Gewicht zunehmen konnten. Durch Gewichtszunahme werden Frühgeborene schneller widerstandfähiger, sie unterliegen seltener Infektionen und schützt zusätzlich vor Störungen in ihrer Entwicklung.

Man geht davon aus, dass die klassische Musik von Mozart Babys ruhiger werden lässt, allerdings ist nicht geklärt, weshalb dies so sein könnte. Es wird angenommen, dass Mozart seine Melodien besonders repetitiv, also sich wiederholend komponierte, anders als andere Komponisten wie etwa Beethoven. Dies könnte sich auf Regionen des Gehirns beruhigend auswirken und somit auf das gesamte Baby, was zu einem geringeren Energieverbrauch führt. Dieser Effekt stellte sich nach rund zehn Minuten ein und hielt auch nach dem Anhören von Mozart noch einige Zeit an.

Diese Tests wurden im Rahmen eines internationalen Projekts durchgeführt. So wurde vorangehend bereits untersucht, wie sich bestimmte Umweltbedingungen wie Raumbeleuchtung und Berührungsreize auf die Frühgeborenen auswirken. Aus den gesammelten Ergebnissen soll ein Ratgeber zusammengestellt werden, der standardisierte Maßnahmen empfehlen soll, die positiv für Frühgeborene seien. Künftig soll noch erforscht werden, wie sich Mozart langfristig auf die Babys auswirkt und ob auch Musik von anderen klassischen Komponisten und beispielsweise auch moderne Musikrichtungen wie Rap und Pop gut für Frühgeborene und ihre Entwicklung sind. Ebenso möchten die Forscher herausfinden, wie sich Musik auswirkt, die Babys bereits im Mutterleib vorgespielt wird.



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