Es kommt nicht jeden Tag vor, dass Lewis Hamilton – noch aktueller Formel 1 Weltmeister – scheinbar keine Lust mehr auf ein Rennen hat. Es ist nicht bekannt wann zuletzt ein Formel 1 Fahrer über den Boxenfunk an sein Team mitteilte, dass er das Rennen gerne abbrechen würde. Lewis Hamilton machte am Start zum Formel 1 Rennen am Nürburgring eine gute Figur, er setzte sich dank KERS von Platz 5 an die Spitze, doch zu überspitzt fuhr er in die erste Kurve und schlitzte sich dabei seinen Hinterreifen am Frontflügel vom Red Bull auf.
Als Lewis Hamilton nach seinem Boxenstopp mit Reifenwechsel nur noch auf Rang 20 fuhr, sendete er den Funkspruch das man besser den Motor und das Getriebe schonen sollte. Durch die Blume gesagt klingt dies nach dem Wunsch, dass Rennen vorzeitig zu beenden weil es keinen Sinn mehr macht, weiterhin dem Feld hinterher zu fahren.
Der Renningenieur vom Weltmeister Lewis Hamilton behält jedoch einen kühlen Kopf und pfeift dem Weltmeister wieder in die Spur zurück. Sinngemäß teilte man Lewis Hamilton über den Funk mit „Konzentrier Du dich aufs Fahren“ und die Strategie übernimmt das Team. „Es könnte noch regnen“ was dafür sorgt das einiges im Fahrerfeld durcheinander kommt. Solche Chancen muss man wahrnehmen, da darf ein Formel 1 Rennen nicht vorzeitig beendet werden.
Nach dem Rennen äußerte sich auch Formel 1 Experten und Weltmeister Niki Lauda erschüttert über diesen Funkspruch. Lauda hätte sich zu seiner Zeit nicht getraut einen solchen Spruch abzulassen. „Ein Rennfahrer muss fahren, denn dafür wird er bezahlt“ und das gilt eben auch für die Fahrt auf Rang 20. „Das macht keinen guten Eindruck“ meint Lauda. Doch es gibt auch andere Stimmen, denn Norbert Haug, Mercedes-Chef, findet den Funkspruch „in Ordnung“ und will natürlich seinen Schützling auch nicht vor allen kritisieren. Intern gab es sicher noch ein kleines Gespräch.
Natürlich ist Lewis Hamilton mit viel Frust aus der ersten Kurve gekommen. Denn die Leistung vom Silberpfeil stimmte. Sein Teamkollege zeigte sogar mit der alten Version das etwas geht und holte direkt einen Punkt für McLaren-Mercedes. Lewis Hamilton hatte bereits den Boliden mit weiteren Updates und hätte vielleicht einen Platz in den Top 3 erzielen können. Für die Mercedes-Fans bot Lewis Hamilton am Nürburgring sicher nicht das erwartete Ergebnis. Seine Zieleinfahrt war auf dem letzten Rang.





