Nicht die Kinder sind daran schuld wenn sie Kopfschmerzen bekommen. Die Schuld dafür tragen oft die Eltern, denn Kopfschmerzen entstehen und gehen, aber die Summe wie oft Kopfschmerzen bei Kindern auftreten, kann von Eltern beeinflusst werden. Ob man zu positiv oder zu negativ auf die Kopfschmerzen bei Kindern reagiert ist entscheidend dafür, wie häufig diese wieder auftreten.
Insgesamt mag es bisher sehr verstrickt und schleierhaft klingen, doch was für Eltern und Kinder in der Momentaufnahme ein Problem darstellt, sollte nicht zum Problem für die Zukunft gemacht werden. Kopfschmerzen lassen sich nicht zu einem einmaligen Erlebnis machen, doch mit dem richtigen Verhalten kann man dem Kind helfen.
Wer negativ auf die Kopfschmerzen des Kindes reagiert und solche Kommentare abgibt wie „Hab dich jetzt nicht so“ oder „Stell dich nicht so an“, der fördert die Kopfschmerzen in ihrer Wiederholungsrate. Das Risiko von Kopfschmerzen erhöht sich dann beim Mädchen sogar um bis zu 25 Prozent. Jungs dagegen sind nicht ganz so empfindlich, aber auch hier gibt es einen spürbaren Anstieg beim Kopfschmerzrisiko.
Genau das Gegenteil von negativen Reaktionen sind die übertrieben positiven Reaktionen. Man sollte seinem Kind Ruhe empfehlen, dieses aber nicht übermäßig viel Knuddeln oder es mit zu sich ins Bett nehmen und dort bemuttern. Das Kind merkt sonst schnell das es durch Kopfschmerzen eine höhere Aufmerksamkeit gewinnen kann. Dies kann fördernd auf die Kopfschmerzen bei Kindern sein.
Diese Erkenntnisse über Kopfschmerzen bei Kindern stammen aus einer Studie von Jennifer Gassmann. Sie hat diese gemeinsam mit Kollegen der Göttinger Georg-August-Universität durchgeführt. Für die Studie wurden die Daten der Studie „Kinder, Jugendliche und Kopfschmerz“ verwendet, die auch als KiJuKo bekannt ist. Darin wurden 8800 Familien mit Kindern regelmäßig befragt.
Interessant ist dabei auch die folgende Erkenntnis. Jungs die in Familien leben in denen es oft zu einem Streit kommt, haben ein großes Kopfschmerz-Risiko. Genauer gesagt hatten Jungs aus Familien in denen mindestens einmal pro Woche gestritten wurde, ein nahezu doppelt so hohen Risiko.
Bekommt ein Kind vermehrt Kopfschmerzen kann dies auch am zu hohen Stressfaktor liegen. Hat ein Kind im Haushalt etc. zu viele Aufgaben zu erledigen und dadurch zu wenig Zeit für eigene Beschäftigungen, wirkt sich dies negativ auf die Kopfschmerzen aus. Kinder müssen ihre Freizeit genießen können. Was nicht bedeutet das Kinder von Hausarbeiten verschont bleiben müssen.





