3. September 2010

Kollaps nach Impfung in Düsseldorf

Nach dem ein 30-jähriger Mann in Düsseldorf sich eine Spritze gegen das Schweinegrippe-Virus setzten ließ, machte plötzlich sein Kreislauf schlapp. Er erhielt das Präparat Pandemrix und erlitt einen sogenannten anaphylaktischen Schock. Er klagte über Übelkeit, zitterte am ganzen Körper, der Blutdruck sackte in den Keller und der Puls stieg rasant an. Nur Dank des schnellen Eingreifens seitens des Arztes konnte der Patient wieder stabilisiert werden und wurde in eine Klinik gebracht. Am selbigen Tag ging es dem jungen Mann wieder so gut, dass er das Krankenhaus verlassen konnte.

Trotz des lebensbedrohlichen Vorfalls kann in Düsseldorf von Impfmüdigkeit nicht die Rede sein. Hunderte von Menschen standen gestern vor der Zentralen Impfstelle Erkrather an, um sich gegen den Schweine Grippe Virus immunisieren zu lassen. Die Stadt stellte bisher über 4000 Impfbescheinigungen aus.

Der Fall des Arztes, der das Serum bei dem 30-jährigen Patienten verabreichte, ist damit aber noch nicht abgeschlossen. Der Mediziner berichtete, dass es in seiner Praxis der erste Vorfall gewesen sei, dieser aber unbedingt untersucht werden müsse. Er gehe davon aus, dass der Impfstoff Pandemrix doch so verträglich sei, wie propagiert wird. Trotzdem rät der Arzt weiter zur Impfung, jedoch nicht allen. Schwangeren, beispielsweise, empfiehlt er die Schutzimpfung nicht. Das Paul-Ehrlich-Institut wird nun den Vorfall prüfen, Experten gehen aber davon aus, dass die Symptomatik eher für einen schweren Kreislaufkollaps spreche als für einen allergischen Schock.



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