November 4, 2009
Kaufverhalten in Apotheken getestet
Auch in der Apotheke ist gezielte Preispolitik gefordert. Seitdem die Preise für OTC-Arzneimittel im Jahr 2004 freigegeben wurden, verwenden viele Apotheken diese als Marketinginstrument. Das Kölner Institut für Handelsforschung (IfH) befragte im Rahmen einer Studie 450 Verbraucher zum Thema Kaufverhalten bei Arzneimitteln. Zwei Drittel gaben dabei an, sich für das preisgünstigste Medikament zu entscheiden. Das führt zu dem Schluss, dass auch beim Kauf von medizinischen Präparaten der Preis eine übergeordnete Rolle spielt.
Jedoch vertritt nur ein Viertel der Konsumenten die Meinung, dass bei preisgünstigen Medikamenten auch die Qualität sinke. Zu bemerken ist auch die Umfrage vom Jahr 2004, damals waren es nur rund acht Prozent der Befragten, die eine Beziehung zwischen dem Preis und der Qualität eines Medikamentes herleiteten.
Laut Dr. Markus Preißner, Leiter der Forschungsstelle am Institut für Handelsforschung seien preispoltische Handhabungen von enormer Bedeutung. Die Studie zeigt weiterhin, dass viele Käufer und Käuferinnen sich beim Preis von Medikamenten oft verschätzen. Beispielsweise werden Schmerztabletten wie Aspirin oft bis zu 100 Prozent zu hoch beurteilt. Preißner betonte, dass erst noch untersucht werden müsse, ob deutliche Preissenkungen das Kaufverhalten der Kunden überhaupt positiv beeinflussen würde.
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Verfasst von: Corina
Kategorien: Gesundheit und Medizin
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