Laut einer Studie kommen amerikanische Forscher zu dem Schluss, dass drei oder mehr Tassen Kaffee am Tag Leberveränderungen verzögern könne. Diese Erkenntnis war bereits in früheren Tests aufgefallen, weshalb der Epidemiologe Neal Freedman des US-National Cancer Institute in Rockville /USA nun die Daten einer Hepatitis C Langzeitstudie ausgewertet hatte. 766 Probanden nahmen an dieser Studie mit chronischer Hepatitis C teil, die in früheren Jahren ohne Erfolg therapiert wurden.
Die randomisierte klinische Studie sollte mit einem weiteren Therapieversuch betroffenen Menschen helfen. Sie wurden unter anderem nach ihren Lebensgewohnheiten gefragt und gaben an, Kaffee, schwarzen oder grünen Tee zu konsumieren. Schon damals fiel ins Auge, dass die histologischen Leberveränderungen bei denen, die Kaffe tranken, weniger fortgeschritten waren. Leberwerte im Blut waren ebenfalls weitaus weniger gestiegen, als bei den Nichtkaffeetrinkern.
Die Studie dauerte dreieinhalb Jahre an und mit immer fortschreitender Zeit, verstärkten sich die Unterschiede erkennbar. Je mehr Kaffee die Probanden tranken, desto seltener erreichten Lebererkrankungen ihre Endpunkte. Wurden also drei oder mehr Tassen am Tag getrunken, wurden die Endpunkte nur halb so oft erreicht, wie bei den Probanden, die keinen Kaffe tranken. Schwarzer oder grüner Tee hingegen hatte keine verzögernde Wirkung auf Lebererkrankungen. Allerdings ist nicht belegt, ob Kaffee für die außerordentlich positive Wirkung verantwortlich ist.
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