In diesen Tagen reisen viele Deutsche nach Österreich, nicht etwa, um dort Urlaub zu machen – nein, die vermeintlichen Touristen wollen sich gegen die grassierende Schweinegrippe immunisieren lassen, da die Debatte in Deutschland um eine Zwei-Klassen-Impfung für Verunsicherung in der Bevölkerung sorgte.
Auch in Österreich herrscht großer Andrang an den Impfstationen, besonders in Salzburg sieht man immer häufiger sogenannte deutsche Impftouristen, die sich gegen die Schweinegrippe immunisieren lassen möchten. Da das Impfzentrum dort direkt am Bahnhof liegt, und die Zuganbindung nach Bayern geradezu ideal scheint, reisen immer mehr Deutsche an. Aber warum ist das so? Ein Österreicher-Anrainer erklärt, dass es in Österreich besseres Serum gebe und deshalb die Leute ins Land strömen. Hier werde ein Impfstoff genutzt, dass in Deutschland nur die Regierung bekomme.
Ganz so dramatisch, wie es dargestellt wurde, scheint der Impftourismus nun doch nicht zu sein. Nicht nur in Salzburg, auch in Tirol, Vorarlberg und in Oberösterreich wollen sich Deutsche den Piecks in den Arm holen, Schlangen vor den Impfstationen sucht man dort allerdings vergebens. Aber nicht alle Zentren heißen ihre Nachbarn willkommen. In Vorarlberg lehnte man deutsche Patienten mit der Begründung ab, dass die Impfstation einschließlich für die einheimische Bevölkerung eingerichtet sei. Österreich immunisiert mit dem Impfstoff Celvapan, den es in Deutschland nicht für alle gibt. Er soll verträglicher sein, da er auch ohne Verstärkerstoffe auskommt.





