So viele Frauen hat das Bundeskanzleramt wohl selten zu Besuch. Auch in der Nacht zu Freitag haben die sechs Milchbäuerinnen ihren Hungerstreik in Berlin vor dem Bundeskanzleramt fortgesetzt, so die aktuellen Mitteilungen der Polizei. Die Frauen verfolgen mit ihrem Hungerstreik vor dem Bundeskanzleramt das Ziel, gegen die ihrer Ansicht nach zu geringen Milchpreise zu demonstrieren.
Die Aktion haben die Milchbäuerinnen am Mittwoch begonnen, nun wollen sie ein Treffen bzw. ein Gespräch mit der Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erzielen und dazu einen Milchkrisengipfel erreichen.
Von Frau zu Frau?
Bisher hat sich Angela Merkel jedoch nicht auf ein Gespräch mit den hungrigen Frauen eingelassen. Aber am Donnerstag hat Bayerns Ministerpräsident Hört Seehofer von der CSU sein Glück versucht, leider auch hier ohne Ergebnis. Im Regierungsviertel gibt es seit Montag tägliche Demonstrationen von Milchbäuerinnen, im Schnitt nehmen daran 250 Teilnehmer teil. Wenn Angela Merkel bei den kommenden Wahlen auf die Stimmen der Bauern zählen will, sollte sie sich langsam mit der Situation befassen und eventuell wirklich den Milchbäuerinnen und Milchbauern Rede stehen.





