Hamburger Sonderermittler werden nach Chile Reisen, um dort Unterstützung im Kampf gegen Einbrecherbanden zu erhalten, die in Hamburg einen Großteil der Einbrüche zu verantworten haben.
Die Hamburger Polizei ermittelt mit der Soko 091 gegen professionelle Einbrecherbanden, die die Polizei für einen rapiden Anstieg der Fälle von Wohnungseinbruch verantwortlich machen. 2007 stiegt die Anzahl der Einbrüche laut Kriminalstatistik um 20,7 Prozent, in den ersten neun Monaten von 2008 verstärkte sich dieser Trend nochmals. Von Januar bis September 2008 stieg die Zahl um weitere 13 Prozent
Die Polizei vermutet, dass es sich bei den Banden um organisierte Diebesbanden aus Chile und Osteuropa handelt. Chilenische Banden allerdings senden Beute an Adressen in ihrem Heimatland. Die 20-köpfige Sonderkommission entsendet in acht Tagen nun ein dreiköpfiges Team nach Chile, um sich mit der chilenischen Kriminalpolizei zu treffen. Der seit Jahren bestehende Kontakt zwischen deutscher und chilenischer Polizei war ursprünglich mit dem Hintergrund der Demokratisierung der Polizeiapparats der ehemaligen Militärdiktatur Chile zu Stande gekommen. Nun hätte die dortige Polizei ihren deutschen Kollegen ihre Unterstützung angeboten.
Nachdem die Zahl der Einbrüche vor 2005 einen Tiefstand erreicht hatte, beobachtet die Polizei seit 2005 das Auftreten ausländischer Einbrecherbanden.





