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Thomas Schlößer Am Dienstag, Februar 28, 2012 23:11. Kategorie
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Google: Datenschützer kritisieren neue Datenschutzrichtlinien
Laut Einschätzung von Datenschutzbeauftragten verstößt die neue Google-Datenschutzrichtlinie gegen geltendes EU-Recht. Konkret wird scharf kritisiert, dass personenbezogene Daten von Google-Kunden aus verschiedenen Diensten miteinander verknüpft werden sollen. Die neue Datenschutzrichtlinie von Google soll transparenter und übersichtlicher werden, für alle Google-Dienste wird es ab Donnerstag, 1. März 2012 eine einzige Datenschutzbestimmung geben.
Bundesdatenschutzbeauftragter Schaar äußert sich kritisch
Nach Ansicht des Bundesdatenschutzbeauftragten Peter Schaar gibt es erhebliche Bedenken in Bezug auf die neuen Datenschutzrichtlinien von Google. Schaar forderte das Unternehmen dazu auf, die Umstellung der neuen Datenschutzbestimmungen zu unterlassen, bis die rechtlichen Grundlagen geklärt seien und Klarheit herrsche. Google möchte mit den Änderungen ein besseres Erlebnis bei Google-Diensten anbieten, außerdem soll das Thema Datenschutz vereinfacht werden. So wird man künftig bei Google als ein Nutzer behandelt, wenn man beispielsweise die Suchmaschine, Google Mail und das Videoportal YouTube verwendet. Alle Google-Dienste basieren ab dem 2. März 2012 auf den identischen Datenschutzrichtlinien, die Dienste können also Informationen, etwa personenbezogene Daten, Suchanfragen und weitere Informationen untereinander austauschen.
Google lehnt Verschiebung ab
Schon Anfang Februar hatten die EU-Datenschutzbeauftragten einen Brief an Google-Chef Larry Page verschickt, anbei die Bitte, die Einführung der neuen Datenschutzrichtlinie bis zum Abschluss der Überprüfung einzustellen. Google jedoch lehnte das Anliegen ab.