Der Zivilisationsprozess, welcher extreme Dimensionen in der Neuzeit erreichte, beinhaltet nicht nur positive Aspekte. So geht er einher mit zahlreichen Erkrankungen, welche durch Bewegungsarmut oder starken Stress induziert werden. Kopfschmerzen sind eine derartige Erkrankung, welche natürlich bereits vorher existierten, in unserer heutigen Gesellschaft aber auffallend häufig auftreten. Der folgende Text beschäftigt sich mit der speziellen Kategorie der Spannungskopfschmerzen.
Definition und Symptome von Spannungskopfschmerzen
Wie bei vielen Leiden, welche neurobiologisch nicht einwandfrei nachzuweisen sind, sind auch die Spannungskopfschmerzen von subjektiven Beurteilungen abhängig. Um von chronischen Spannungskopfschmerzen ausgehen zu können, müssen zunächst sonstige Erkrankungen aus der Vorgeschichte des Patienten ausgeschlossen werden. Darüber hinaus darf es niemals zum Erbrechen gekommen sein, sondern ausschließlich zu einer Übelkeit, welche mit einer Licht- und Lärmempfindlichkeit einhergeht. Der Schmerz selbst ist eine drückende Spannung, welche sich bis in den Nackenbereich erstrecken kann. Die leichte bis mittlere Intensität diesesSchmerzes wird nicht durch eigene Körperaktivitäten beeinflusst. So spielt für das Schmerzempfinden der Ruhezustand oder gar ein Laufen keine Rolle. Er ist zudem auf beiden Hirnhälften gleichermaßen stark ausgeprägt und wirkt konstant, das heißt nicht pulsierend. Chronische Kopfschmerzen liegen vor, wenn seit mindestens einem halben Jahr jede 2. Woche mindestens 2 dieser Symptome zweifelsfrei auftreten. Zur Überprüfung dieser Tatsachen wird das Führen eines Schmerztagebuches empfohlen.
Behandlung Spannungskopfschmerzen
Der einzig nachweisbare Weg, Spannungskopfschmerzen effektiv zu bekämpfen, ist durch eine gezielte und abgestimmte Medikamentengabe möglich. Subjektiv wird allerdings auch ein gesunder Schlaf und mäßige Bewegung als positiv empfunden, weshalb ein Patient sich auf jeden Fall auch einem positiven Lebenswandel unterziehen sollte. Medikamente sind oftmals bereits ohne ein Rezept erhältlich. Nichtsdestotrotz sollte ein Facharzt aufgesucht werden, welcher Empfehlungen bezüglich adäquater Medikamente und deren Dosen gibt. Besonders häufig wird Acetylsalicylsäure, Ibuprofen und Kombinationspräparate eingesetzt.
Hinweise zur Behandlung
Bei den Spannungskopfschmerzen gilt das gleiche wie für die meisten anderen Krankheiten auch: eine Medikamenteneinnahme sollte überlegt und möglichst niedrig dosiert erfolgen. Des Weiteren darf parallel nicht auf Schmerzmittel zurückgegriffen werden, da oftmals unvorhersehbare Wechselwirkungen mit dem Medikament selbst auftreten können. Die Tabletten selbst sollten mit möglichst viel Wasser konsumiert werden, um ein schnelles Gelangen in den Magen zu garantieren.
Spannungskopfschmerzen sind eine Erkrankung, welche sich langfristig vor allem psychisch auf das Wohlbefinden des Betroffenen auswirkt. Nichtsdestotrotz existieren Möglichkeiten, diese zu lindern und teils auch erfolgreich zu bekämpfen.
