Polypen müssen nicht, können aber ein großes Problem für die Gesundheit darstellen. Meist fangen die Darmpolypen ganz klein an und der Betroffene bemerkt sie gar nicht, da sie im Normalfall keine Quelle von Krankheitssymptomen sind.
Doch die Polypen können wachsen und zu Darmkrebs mutieren.
Was sind Polypen und wie entstehen sie?
Die Schleimhäute des Dick und Enddarms sind normalerweise frei von Ausstülpungen und Behinderungen. So kann die verdaute Nahrung den Körper ungehindert wieder verlassen.
Polypen sind nun kleine Wucherungen die aus der Darmschleimhaut hinein in den Darmkanal wachsen. Es gibt 2 Arten von Polypen. Die festgewachsenen Polypen die flach und ausgedehnt sind und einen breiten Unterbau haben oder die gestielten Polypen die aussehen wie herunterhängende Tropfen. Umso größer die Darmpolypen werden, umso schlimmer werden die Beschwerden des Patienten. Es kann zu Verstopfung und Durchfall kommen, sogenannte wechselnde Stuhlgewohnheiten. Blut und Schleim im Stuhl sind auch möglich, das wiederum kann durch den Blutverlust zu einer Blutarmut führen. Auch bei Darmpolypen spielen die Ernährung und die Vererbung eine Rolle bei der Entstehung von Darmpolypen. Doch genauere Erkenntnisse über die Entstehung von Polypen gibt es bisher nicht.
Diagnose
Mit bildgebenden Verfahren, wie zum Beispiel Ultraschall und Computertomografie, kann die Größe der Befunde ermittelt werden. Bei Polypen die kleiner als 1cm sind besteht nur ein Risiko von 1% das es sich zu Darmkrebs entwickelt, bei Polypen mit einer Größe über 2cm liegt das Risiko bei bereits 50%. Auch eine Untersuchung des Stuhls auf verstecktes Blut kann Aufschluss über Polypen im Darm geben.
Die wichtigste und eindeutigste Untersuchung ist die Darmspiegelung, sie gleichzeitig eine Behandlungsmaßnahme, weil während einer Darmspiegelung gleichzeitig Polypen abgetragen werden können. Um eine Krebserkrankung auszuschließen wird jeder entfernte Polyp feingeweblich untersucht. Außerdem besteht bei der Darmspiegelung die Möglichkeit, etwaige Diagnosen für einen Reizdarm festzustellen.
Therapie
Polypen lassen sich nicht medikamentös zu behandeln. Da sie allerdings die Vorstufe zum Darmkrebs sein können, müssen sie entfernt werden. Meistens geschieht dies im Rahmen einer Darmspiegelung.
