Die Facebook-Chronik Timeline wird bald für mehr als 800 Millionen Nutzer zur Pflicht. Auf den ersten Blick ändert sich nur das Design der eigenen Profilseite, bei genauerer Betrachtung wird sich aber eine Menge ändern. Datenschützer weltweit kritisieren Facebook für die Einführung der Timeline, da zu viele Informationen zu transparent seien. Die Facebook-Chronik Timeline ist seit Dezember 2011 über einen Aktivierungslink optional erhältlich. Nach einer einwöchigen Testphase können sich Nutzer dann für oder gegen den Service entscheiden. Jetzt hat Facebook aber angekündigt, dass die Timeline innerhalb der nächsten Wochen für alle Nutzer des sozialen Netzwerk zur Pflicht wird. Weltweit sind mehr als 800 Millionen Nutzer registriert, allein in Deutschland sind es knapp über 20 Millionen.
Facebook-Chronik Timeline: Digitales Tagebuch mit chronologisch dargestellten Ereignissen
Die größte Veränderung, die die Facebook-Chronik Timeline mit sich bringen wird, ist die visuelle Gestaltung der Profilseite. Auf der linken Seite wird die eigene Pinnwand dargestellt, außerdem erscheinen hier hochgeladene Fotos, besuchte Orte und Statusmeldungen. Auf der rechten Seite des Profils werden künftig alle Aktivitäten angezeigt, die man mit seinem Profil getätigt hat: Kommentare, Gefällt-mir-Angaben (Likes) und mehr. Angereichert wird das Ganze mit vielen Bildern und der eigentlichen Zeitleiste, der Timeline. Hier werden im Stile eines Tagebuchs alle Aktivitäten angezeigt und chronologisch sortiert. Nutzer können so bei Freunden genau nachschauen, was jemand wann und wo getan oder gesagt hat. Datenschützern geht das zu weit, die scheinbare Daten-Sammelwut von Facebook dürfte vor allem Werbepartnern gefallen. Denn je mehr Informationen ausgewertet werden können, desto effektiver die zielgruppenorientierte und individualisierte Werbung.
Privatsphäre-Einstellungen sollten geprüft werden
Facebook ist generell ein Dienst mit hohem Mehrwert, nie waren Menschen schneller und unkomplizierter vernetzt. Soziale Netzwerke bieten eine einfache Möglichkeite, sich mit Freunden, Geschäftspartnern und Bekannten auszutauschen. Aber Vorsicht: Die Datenschutzeinstellungen sollten immer überprüft werden, damit nicht jeder Nutzer ungewollt auf Informationen des eigenen Profils zugreifen darf. Prinzipiell sollten nur enge Freunde Profildetails einsehen dürfen, entfernte Bekannte können in andere Gruppen eingeordnet werden, die nicht alle Infos sehen dürfen. Personen, die man nicht aus dem echten Leben kennt, sollten generell nicht bei Facebook aufgenommen werden. Mit Einführung der Facebook Timeline in den nächsten Wochen wird es weitere spezifische Privatsphäre-Einstellungen geben, diese sollten aufmerksam studiert werden.






