Nachdem die neue Regierung gewählt wurde, gibt die die schwarz-gelbe Fraktion erste Ergebnisse bezüglich der Gesundheitspolitik heraus. Das 7,5 Milliarden Euro Loch der Krankenkassen muss wieder gestopft werden, und das auf Kosten der Versicherten.
Abhängig von Kasse und Einkommen kann dies bis 20 Euro pro Kassenpatient monatlich bedeuten. Diesmal soll es aber weniger bürokratisch zugehen, um extra Geld in den Gesundheitsfond zu bekommen. Der Beitrag wird direkt vom Lohn oder Gehalt abgezogen, damit unnötige Kosten vermieden werden können. Somit wäre der derzeitige Einheitsbetrag von 14,9 Prozent nicht mehr haltbar. Damit wäre der Gesundheitsfond gerettet, was Bundeskanzlerin Angela Merkel anmerken ließ. Familienministerin und Medizinerin Ursula von der Leyen führt derzeit Koalitionsverhandlungen zur Gesundheit für die CDU. Sie bestätigte die brisante Lage der Finanzierung. Gesundheitsexperte Daniel Bahr ist wiederum der Meinung, dass die Einführung des Gesundheitsfonds dazu beigetragen hätte, die Finanzlast so groß werden zu lassen, dass sich ein großer Teil Schulden anhäufen konnte. Die schwierige finanzielle Lage sei ein Mitbringsel von SPD-Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gewesen.
Ulla Schmidt ließ allerdings gestern verlauten, dass der Bund und das Gesundheitswesen immer noch etwas tun können, um ein finanzielles Desaster zu vermeiden. So solle das Defizit durch ein Darlehen, das vom Bund finanziert wird, ausgeglichen werden. Vorhandene Rücklagen von fünf Milliarden Euro der Kassen würden eine Beitragserhöhung für die Versicherten verhindern. Die Gewerkschaften lehnen Extraprämien für Kassenpatienten kategorisch ab.





