Sozialmediziner Trabert kritisierte heftig den Vorstoß der FDP, ein Bürgergeld einführen zu wollen. Am „Tag der Armut“, der letzten Samstag stattfand, warnte er eingehend vor drastischen Einschnitten im sozialen Netz. Im Zuge dessen wurden zeitgleich ein neues Projekt von Armut und Gesundheit vorgestellt, das den Namen „Street Jumper“ trägt. Professor Dr. Traber befürchte eine „Aushöhlung des sozialen Netzes“, weiterhin erklärte er, dass die Ärmsten der Armen in Deutschland mit Einführung des Bürgergeldes noch weniger in den Taschen hätten, als es ohnehin schon der Fall wäre.
Auch im Gesundheitssystem müsste man sich auf herbe Einschnitte einstellen, so Trabert weiter. Es ginge in Richtung „Kopfpauschale“ und „immer weiter weg von der Bürgerversicherung“, wie anfangs geplant war. Die finanzielle Not der armen Bevölkerung würde sich weiter verschlechtern. Der Vereinsvorsitzende ist ebenfalls besorgt über bestimmte Erkrankungen, die in der neuen Gesundheitspolitik ausgegrenzt würden. Betroffene müssten für teure Behandlungen selbst aufkommen und tief in die Tasche greifen. Dabei nannte Traber Beispiele wie, Alkoholismus oder Drogenabhängigkeit. Ursachen, die zum Krankheitsbild führen, würden damit in keinster Weise mehr berücksichtigt werden.
In Mainz konzentriert sich nun das Projekt von Armut und Gesundheit auf „Street Jumper“. Dies ist ein buntes Wohnmobil, das zweimal pro Woche in der Region für Kinder und Jugendliche zu erreichen ist, die sozial benachteiligt sind. An Bord der sogenannten Seelsorge auf Rädern befinden sich Spiele, Spielzeug, Bastel- und Malsachen sowie Lebensmittel. Weiterhin gehe es darum, für Kinder und Jugendliche ein offenes Ohr zu haben und einen Ansprechpartner, der ihre Sorgen und Nöte ernst nimmt.






Drei kurze Fragen, bitte, sehr geehrter Herr Professor Traber:
1. Kennen Sie das FDP-Bürgergeldkonzept?
2. Haben Sie sich aus der Primärquelle informiert?
3. Wer bezahlt Sie?