Da sich die Neue Grippe, wie sie auch genannt wird, so rasant in Deutschland ausbreitet, ist die Meldepflicht dieser nun eingeschränkt wurden. Ab morgen müssen Ärzte Verdachtsfälle und Grippegeplagte, die nicht getestet wurden, nicht mehr an das Gesundheitsamt weitergegeben werden. Dies meldete ein Sprecher des Bundesgesundheitsministeriums und wies dabei auf die mittlerweile zahllosen unbestätigten Verdachtsfälle hin.
Die Ärzte sind nun nur noch dazu verpflichtet, Todesfälle, die in direkter Verbindung mit der Schweinegrippe stehen, dem Gesundheitsamt zu melden. Betroffene allerdings, die positiv auf den H1N1 Erreger getestet wurden, müssen auch in Zukunft den zuständigen Stellen gemeldet werden, sagte der Sprecher des Ministeriums. Nach Aussagen des Ministeriums würden die Meldungen über Schweinegrippe-Infizierte durch Labors und ausgewählte Arztpraxen ausreichend sein, um sich einen guten Überblick zu verschaffen.
Laut Gesundheitsbehörden stellen Ärzte nur noch bei Grippekranken, die Vorerkrankungen aufweisen, einen Antrag auf einen Labortest. Dies sei notwendig, weil sich ein schlimmerer Verlauf dieser Patienten mit Verdacht auf Schweinegrippe abzeichnen könnte. Nach einer Umfrage von Infratest dimap lässt sich nur jeder vierte Deutsche gegen den Virus impfen. 43 Prozent würden sich unter keinen Umständen immunisieren lassen, das sind mehr als noch im Vormonat. Vergleichsweise sind in den USA dagegen rund 3900 Menschen an der Seuche gestorben, darunter 540 Kinder.





