Eine Rundmail der Ärztin Juliane Sacher, die seit Tagen durch das Netz geht, ängstigt die ohnehin schon verunsicherten Bundesbürger. Die E-Mail besagt, dass jeder vierte Geimpfte mit der Nebenwirkung des Golfkriegssyndroms zu rechnen habe, unter dem seit dem Irakkrieg 1991 viele amerikanische Soldaten leiden.
Experten des Paul-Ehrlich-Instituts weisen die Behauptungen, die Juliane Sache aufstellte, vehement zurück. Der Impfstoff, der den Wirkstoffverstärker Sqalen beinhaltet, soll Auslöser für die chronischen Leiden sein. Das pharmaindustriekritische „Arzneitelegramm“ sehe ebenfalls keine Beweise für einen Zusammenhang. Dennoch könne keine Sicherheit des Serums, das mit Wirkverstärker schlechter verträglich ist, garantiert werden.
Nach Angaben eines renommierten Online-Magazins änderte die als bekannte Impfkritikerin Sacher ihre Formulierung auf ihrer Internetseite unterdessen ab. Jedoch ist diese seit gestern nicht mehr aufrufbar. Auch auf Telefonanrufe reagierte die Ärztin offenbar nicht. Ein geschalteter Anrufbeantworter nimmt mittlerweile alle Fragen entgegen, die laut Ansagetext mit einer längeren Bearbeitungszeit beantwortet werden. Erneut ist nun eine Diskussion über die bereits laufende Massenimpfung entfacht worden und die Verunsicherung wächst weiter. Derweil werden Bundesregierung, Bundeswehr und Spitzenbeamte weiterhin mit dem Impfstoff ohne zusätzliche Verstärker immunisiert, während für die allgemeine Bevölkerung das Serum Pandremix mit Adjuvantien geordert wurde. Allein wegen der verstärkten Wirkung können demnach auch stärkere Nebenwirkungen auftreten, die unter Umständen lebensbedrohlich sind. Selbst in den USA werden gegen das H1N1 Virus keine Impfstoffe mit Wirkverstärkern verabreicht.





