Vergangene Monate zeigten wie schlecht es der Druckindustrie derzeit wirklich geht. Meldungen über Verluste zum Jahresende, schwierige Marktumfelder und Insolvenzen der einen oder anderen Druckerei, haben sich in den letzten Monaten deutlich erhöht. Trotzdem bleibt das Internet für Druckereien ein interessantes Medium und dies gilt es zu nutzen. Auch im Februar 2010 erkannten dies bereits Unternehmen und starteten mit einer Online-Druckerei. Im Internet spricht man nicht mehr nur große Konzerne an. Hier warten Kleinunternehmer und der Mittelstand.
Privatkunden sind nicht die wichtige Zielgruppe im Internet die es zu bedienen gilt, sondern die mittelständischen Unternehmen und die kleineren Firmen. Der erste Schritt einer Druckerei im Internet ist der Aufbau des eigenen Shops. Damit begibt man sich oft auch zum ersten Fehler im Internet, denn Shop, ist nicht gleich Shop. Usability, Kundenkontakt, Beratungsangebote uvm. sind im Umgang mit dem Kunden unheimlich wichtig – auch im Onlineshop! Von der Konkurrenz gilt es sich abzusetzen. Nicht mit Preisen, sondern mit Leistungen.
Sichtbarkeit ist der wichtigste Faktor neben der Reputation im Online-Business. Ob Online-Druckerei oder eine ganz fremde Branche, hier gelten die Regeln für alle Unternehmen gleichermaßen. Als Druckerei muss man im Netz auf sich aufmerksam machen. Dies geht durch Suchmaschinenoptimierung oder Suchmaschinenmarketing auf den zwei herkömmlichen Wegen, oder durch Aufmerksamkeit im Social-Web! Stichwort Social-Media-Marketing, ist an dieser Stelle der Garant zum Erfolg.
Schlechte Zeiten für eine Druckerei lassen sich mit dem Internet nicht einfach abschütteln. Der Schritt ins Web kostet Kraft, Geduld und erfordert Mut. Hat man den Mut im Internet auf Konfrontationskurs mit der eigenen Zielgruppe zu gehen, wird man langfristig auch erfolgreich sein können.
Beste Social-Media-Aktion 2009
Ende November 2009 sprang Druckerei.de – Onlineshop der Printreform GmbH aus Berlin Tiergarten – auf den Zug der Social-Media-Aktionen auf. Die große Aufmerksamkeit die das Social-Network Twitter bis heute genießt, nutzte das Unternehmen für eine Marketing-Aktion. Druckerei.de entwarf gemeinsam mit einer Social-Media-Agentur aus Merseburg das passende Konzept. Heraus kam eine Verlosung der heute wohl beliebtesten Wandkalender 2010 in Bezug auf das Internet. Die Twitter-Wandkalender 2010 wurden über mehrere Tausend Nachrichten auf Twitter verlost und von weit über 200 Bloggern im Internet beworben. Mit dieser Aktion setzte die Druckerei ein Zeichen, denn so funktioniert Online-Marketing zeitgemäß. Über das Budget dieser Aktion wird Stillschweigen bewahrt.

Diese Aktionen sind es, mit denen auch eine Druckerei im Internet für Sichtbarkeit sorgt. Gesammeltes Feedback muss im Anschluss an eine solche Aktion ausgewertet und aufgearbeitet werden. Über keinen Kommunikationskanal kann man Feedback so schnell, offen und direkt empfangen wie über Social-Networks. Langfristige Auswirkungen auf das Business sind bei solchen Offensiv-Aktionen vorprogrammiert.
Die Krisenstimmung der Druckindustrie darf man nicht unterschätzen. Der Preiskampf, besonders bei den Online-Druckereien, ist gewaltig. Konkurrenz belebt das Geschäft, aber ein Blick über den Tellerrand und man erkennt, dass sich manche Unternehmen selbst in die Krise wirtschaften. (© prenio)






Und wie viele Großaufträge hat Twitter gebracht????
Der Schritt in´s Internet kostet Kraft, Geduld und erfordert Mut. Wahre Worte, wenn Sie auch nur zum Teil die hohen Anforderungen an eine Druckerei beschreiben, die jetzt erst in das “virtuelle Geschäft” einsteigen will.
Viel Geld, Kompetenz und einen “langen Atem” wird man wohl zudem auch noch aufbringen müssen. Erst in jüngster Zeit drängen die Verbände in der Druckindustrie Ihre Mitglieder doch endlich lange Versäumtes nachzuholen. Viel zu spät für viele. Dabei ist der “Web-to-Print”-Shop schon fast wieder ein alter Hut….