Mark Webber musste 132 Formel 1 Rennen bestreiten, um endlich einen Sieg zu erzielen. Gestern – am Sonntag in der grünen Hölle – da hat es endlich gereicht und Mark Webber erzielte seinen ersten Formel 1 Sieg der Karriere. Auf dem zweiten Platz im Formel 1 Rennen am Nürburgring durchführ Sebastian Vettel die Zielflagge. Damit ist Sebastian Vettel vier Punkte vor dem Konkurrenten Button im Brawn GP über die Linie gekommen. Auf Platz 3 hinter dem besten Deutschen landete Felipe Massa im Ferrari. Für Red Bull Racing war es ein rundum gelungenes Wochenende. In der Konstrukteurswertung steht man nur noch 19,5 Punkte hinter Brawn GP und hält damit die WM der Konstrukteure weiter offen.
Sebastian Vettel weiß das Mark „heute einfach unschlagbar“ war und gab dies auch wieder. Die beiden haben ein faires Verhältnis bei Red Bull. Mark Webber schaffte den Sieg am Nürburgring obwohl er noch eine Durchfahrtsstrafe absolvieren musste und dabei locker 20 Sekunden verloren hatte. Das zeigt seine perfekte Leistung an diesem Wochenende noch mehr. Schon im Qualifying am Nürburgring zeigte Webber, dass er eine Klasse für sich sei. Er sicherte sich die erste Pole und holte damit seit 1980 endlich wieder eine Pole Position nach Australien. Außerdem ist es der erste Formel 1 Sieg seit 28 Jahren für einen Australier. Damals konnte Alan Jones sein Publikum beeindrucken und jetzt übernimmt diese Rolle Mark Webber.
Brawn GP lieferte mit Rubens Barrichello und Jenson Button ein eher durchwachsenes Rennen. Man hätte mehr daraus machen können, verschenkte aber wichtige Punkte durch einen dummen Fehler bei Rubens Barrichello an der Box – man könnte es auch als Absicht verbreiten, damit Jenson Button die Position mit Rubens tauschen kann. Denn beim dritten Boxenstopp schaffte es Button dann vor Barrichello – der eigentlich mit nur zwei Stopps hätte fahren können – wäre da nicht der Fehler mit dem mangelnden Benzin gewesen.
Die Dominanz der Brawn GP Piloten ist damit unterbrochen und erstmals in der Formel 1 Saison 2009 steht kein Fahrer dieses Teams auf dem Podest. Rubens Barrichello ist nach dem Rennen sichtlich genervt und verärgert. Er konnte auf dem ersten Platz in die erste Kurve einbiegen und musste im Ziel mit Platz 6 Vorlieb nehmen. Dies macht deutlich wie man mit der Teamstrategie ein Rennen versaubeuteln kann.
Lewis Hamilton hat sich selbst an diesem Wochenende am Nürburgring keinen Gefallen getan. Sein Formel 1 Bolide war endlich schnell genug, er hatte im Gegensatz zum Teamkollegen sogar das neuste Update. Rang 5 sein Startplatz und dann fährt er zu wild und schneidet sich am Frontflügel von Mark Webber den Hinterreifen auf. Es folgte ein Stopp nach Runde 1 und der Platz 20, von dort konnte Lewis Hamilton nicht mehr viel ausrichten. Am Start konnte Lewis Hamilton dank dem integrierten KERS (Energie-Rückgewinnungssystem) seine gut 80 PS mehr Leistung ausnutzen und kam rasant auf den ersten Platz nach vorne. Bis dann die Kollision eintrat. Wenigstens durfte der Teamkollege sein Rennen sauber beendet und schaffte noch einen Trostpunkt für McLaren-Mercedes.
Spannung in die WM aufgewärmt
Die Spannung in der Formel 1 WM 2009 ist so heiß wie nie. Sebastian Vettel konnte seinen Rückstand auf Jenson Button auf nur noch 21 Punkte verkürzen. Webber ist auf Platz 3 der WM aufgerückt und hat 45,5 Punkte. Das sind nur 1,5 Punkte weniger als Sebastian Vettel und nur 1,5 Punkte mehr als Rubens Barrichello. Der WM-Kampf in der Formel 1 ist für alle vier Piloten noch offen und jeder hat sehr gute Chancen. Jenson Button muss weitere Siege erzielen oder auf einen Ausfall der Konkurrenten hoffen, wenn er reibungslos zum WM-Titel fahren will.





