Die deutsche Branche, die Sex auf Film und Fotos festhält und kommerziell vertreibt, steckt laut ihrer eigenen Aussage in der Krise. Kleine und mittelständische Unternehmen prägen die mit rückläufigen Verkaufszahlen kämpfende Industrie. Mitglieder im Bundesverband Erotik-Handel sind Großhändler, Geschäfte und natürlich Produzenten von Pornofilmen, alle zusammen 365 an der Zahl.
Auslöser für den Wunsch nach staatlicher Unterstützung ist die schlechte Lage der Sex-Industrie, die mit starker Konkurenz aus dem Internet kämpfen muss. Die US-Amerikanische Porno-Industrie trat ebenfalls mit der Forderung nach fünf Milliarden Dollar an den Staat heran. Der Branche in den USA gehe es prinzipiell nicht schlecht, aber Maßnahmen zur Vorsorge wären sinvoll, so einige Vertreter der rund 13 Milliarden Dollar umsetztenden Industrie der Lust. Die Macher von Magazinen und Filmen begründen ihre Forderung mit der negativen Situation im Land, die die Menschen nicht an Sex denken läßt. Es sei an der Zeit die Lust auf Sex wieder anzukurbeln, und das möglichst schnell. Seit 2004 sind die Sex-DVD Verkäufe um 50 Prozent geschrumpft. Grund seien Internetangebote wie youporn.com, die kostenlos privat gedrehte Pornos und Sex-Filmchen anbieten. Schon neun Monate nach dem Start des Internetauftritts zählte die Seite 15 Millionen Besucher, mit steigender Tendenz. Die Internetseite hat mittlerweile mehr Besucher als weather.com.
Ob allerdings in Deutschland eine Hilfe vom Staat zu erwarten sei, ist fraglich. Der Branchensprecher Uwe Kaltenberg konstatierte in der „Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“, dass bei den in Deutschland anstehenden Wahlkämpfer besser mit der Hilfe der Autoindustrie geworben werden könne als mit der Unterstützung der hiesigen Pornoindustrie.





