Der US-Amerikanische Elektronikfachhändler Circuit City muss komplett schließen. Das bedeutet für die circa 34.000 Beschäftige in den USA die Arbeitslosigkeit. Im Sog der weltweiten Finanzkrise konnte das Unternehmen, das in Richmond, im US-Bundesstaat Virginia seine Zentrale hat, bei einem Umsatz von circa 12 Milliarden Dollar in den vergangenen zwei Jahren keine schwarzen Zahlen mehr schreiben.
Am 11.11.2008 hatte das zweitgrößte Elektronikverkaufsunternehmen der USA Insolvenz angemeldet und konnte kurze Zeit später auf ein Darlehen von insgesamt über 1,1 Milliarden Dollar zurückgreifen. Der Plan des Unternehmens sah vor, 10 Prozent der bestehenden Märkte zu schließen und eine große Zahl an Stellen abzubauen. Das geschah dann im November und Dezember 2008 mit der Schließung von 155 Geschäften in den USA, die nicht rentabel arbeiteten.
Nachdem nun der Konsum in den Vereinigten Staaten durch die Krise enorm eingebrochen ist, konnte Circuit City weder neue Kredite erwerben noch das Unternehmen an einen Bieter verkaufen. Noch im November traten drei Bieter in Erscheinung, die am Kauf des Konzerns interessiert waren. Der mexikanische Milliardär Ricardo Salinas Pliego hatte nach Antrag auf Gläubigerschutz 28,5 Prozent der Aktien von Ciruit City gekauft. Der zweite Bieter war ein Zusammenschluß aus zwei Liquiditätsgesellschaften, die planten, alle Artikel von Circuit City zu kaufen und das Unternehmen dann zu veräußern. Dritter Bieter im Bunde war Golden State Capital, eine Private Equity-Gesellschaft aus San Francisco.
Die Geschäfte von Circuit City in Kanada werden nach Angeben des Unternehmens allerdings bestehen bleiben und damit die 3.000 Angestellten ihren Job behalten. Als erste Schritte kündigte der Konzern an, dass ab dem 17. Januar die Liqidierung des Warenbstandes beginnt und bis circa März diesen Jahres beendet sein wird. Auch der Service, den die Elekronikmärkte bis jetzt geboten hatten, wird in den USA eingeschränkt. Es wird keinen Lieferservice mehr geben, der die gekauften Artikel zu den Käufern nach Hause bringt. Ebenso entfallen neue Aufträge bei der PC-Installation und Elektronik für Autos wird nicht mehr vom Geschäft eingebaut.
Der Akienkurs des Unternehmens befindet sich nun nach den Kurseinbrüchen ab dem Herbst 2008 und der Geschäftsaufgabe bei 0,1 Dollar je Aktie.
Somit geht die Geschichte einer der größten Elektronikmärkte der USA, neben Best Buy und Wal Mart, nach 60 Jahren zuende. Marktbeobachter und Analysten befürchten, dass dies nicht das letzte Aus für eine Firma in den USA sein wird.





