3. September 2010

Wilderer mit 627 toten Vögeln festegenommen

An der kroatisch-bosnischen Grenze haben Zollbeamte einen Wilderer gefasst der 627 tote Vögel im Wagen hatte. Das berichtet die Online-Zeitung “Croatian Times”. Bei den Vögeln handelte es sich um verschiedene Arten, darunter Lerchen, Kormorane und Wachteln.

Kroatische Behörden melden einen drastischen Anstieg der Wilderei in den letzten Jahren. Allein in diesem Jahr wurden in Kroatien 22 Versuche des Schmuggels von geschützten Arten gemeldet. Vor allem Spezialitätenrestaurants in Westeuropa sollen Abnehmer der illegal erlegten Vögel sein. Besondere Geflügelgerichte würden bis zu 300 Euro kosten. (dts Nachrichtenagentur)

Ermittlungsverfahren gegen Julian Assange wird erneut eröffnet

Das Ermittlungsverfahren gegen WikiLeaks-Gründer Julian Assange wegen sexueller Nötigung und Belästigung ist erneut eröffnet worden. Dies teilte die Oberstaatsanwaltschaft in Stockholm am Mittwoch mit. Damit bekommt der Fall erneut eine Wendung. Zuvor hatten sich verschiedene Staatsanwälte in Schweden gegenseitig überstimmt und zuletzt den Verdacht gegen den 39-Jährigen wegen sexueller Nötigung und sexueller Belästigung aufgehoben und stattdessen wegen Belästigung ermittelt.

Dieser Straftatbestand stellt nach schwedischem Recht kein Sexualverbrechen dar. Nun soll eine erneute Voruntersuchung gegen den Australier Assange eingeleitet werden. Öffentlich bekannt wurde der 39-Jährige durch die Internetplattform WikiLeaks, auf der unter anderem geheime Dokumente über den Afghanistan-Krieg veröffentlicht wurden. (dts Nachrichtenagentur)

Video-on-Demand via YouTube Filme schauen

Google macht ernst. Im Kampf um die besten Plätze auf dem Markt will Google nun eine weitere Einnahmequelle bei YouTube realisieren. Gesprochen haben Medien über diesen Schritt schon in der Vergangenheit mehrfach. Google will YouTube einen eigenen Video-on-Demand-Service verpassen und das soll bestenfalls noch in diesem Jahr passieren. Die Financial Times will erfahren haben das Google bereits kurz vor der Ankündigung des neuen Dienstes für YouTube steht.

Angaben der Financial Times zufolge will Google es aber anders machen als Apple. Apple bietet über iTunes Filme zum Download gegen eine Leihgebühr an. Google will auch YouTube jedoch Filme direkt streamen und dafür eine Art Pay per View einführen. Somit kann man bei YouTube dann Filme live anschauen.

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Daten von 150.000 Schlecker-Online-Kunden frei zugänglich

Ein weiterer Datenskandal in der Geschichte der großen Konzerne im Web. Eine Sicherheitslücke machte es Angreifern möglich, von jedem beliebigen Computer mit Internetanschluss auf 150.000 Datensätze von Schlecker Online-Kunden zuzugreifen. Vorname, Nachname, Adresse, Geschlecht und einige weitere Angaben sollen in den Datensätzen über Kunden stehen, so zumindest entnimmt es prenio.de weiteren Medienberichten.

Datenschützer Tobias Huch entdeckte die Sicherheitslücke bei Schlecker. Schon damals deckte er den Datenskandal mit T-Mobile auf. Man sei nur durch Zufall über diese Datenlücke gestolpert, wird er in den Medien zitiert. Bei genauem Hinschauen merkte man „das ist keine Lücke, das ist der Tag der offenen Tür“. Denn Zugang zu diesen Daten soll man von jedem beliebigen PC aus hätte haben können.

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150000 Daten konnten einfach so runtergeladen werden

Wegen einer Sicherheitslücke war eine interne Kundendatenbank einer Drogerie-Kette bis gestern offenbar öffentlich übers Internet zugängig. Das berichtet die “Bild-Zeitung” (Freitagsausgabe). Abrufbar waren 150.000 Datensätze mit Vor- und Nachname, Adresse, Geschlecht, E-Mail-Adresse und Kunden-Profil, außerdem 7,1 Millionen E-Mail-Adressen von Newsletter-Kunden der Drogerie-Firma. Der Zugang war von jedem gewöhnlichen PC möglich.

Zu den Kunden des Online-Dienstleisters, bei dem die Daten ungesichert lagen, gehören unter anderem auch das Finanzministerium, eine große Versicherung, das Bundesverwaltungsgericht und der SPD-Parteivorstand. Das Unternehmen erklärte gegenüber “Bild”: “Die Sicherheitslücke wurde umgehend von unserem Dienstleister geschlossen.” Das Unternehmen kündigte an, die betroffenen Kunden “baldmöglichst umfassend zu informieren”. (dts Nachrichtenagentur)

Post kauft Nugg.ad

Neue Wachstumsfelder möchte die Deutsche Post im Bereich Online-Marketing erschließen. Einen wichtigen Schritt in diese Richtung soll der Kauf des Berliner Internet-Dienstleisters Nugg.ad sein, teilte der Konzern am Dienstag mit. Über den Kaufpreis kann nur spekuliert werden, ein offizielles Statement gibt es von keinem der beiden Unternehmen.

Die Nugg.ad AG soll weiterhin von Berlin aus geführt werden – in Zukunft dann als Tochter der Deutschen Post. In London, Paris und Warschau befinden sich weitere Standorte der AG. Nugg.ad kristallisierte sich im Laufe der Zeit immer mehr als Experte für Targeting raus. Mit speziellen Strategien schaffen es die Experten bei Nugg.ad Werbung so zu positionieren, dass diese direkt auf Internetseiten angesteuert werden kann. Das Resultat ist eine sehr hohe Wirksamkeit der Werbeanzeigen.

“WikiLeaks” will geheimes CIA-Dokument veröffentlichen

Die Internetplattform “WikiLeaks” will angeblich ein geheimes CIA-Dokument veröffentlichen. Dies teilte das Unternehmen am Dienstag auf seiner Internetseite mit. Den Angaben zufolge bereitet “WikiLeaks” zurzeit die Veröffentlichung des Dokumente vor.

“WikiLeaks” hatte am 25. Juli dieses Jahres mit den sogenannten “Afghanischen Kriegstagebüchern” für weltweites Aufsehen gesorgt, da es sich um insgesamt 76.911 Dokumenten gehandelt hatte, die einen genauen Einblick in das Verhalten der in Afghanistan eingesetzten Soldaten ermöglicht. (dts Nachrichtenagentur)

Aigner nutzt selber Google

Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner hat sich selbst als Google-Nutzerin geoutet: “Vor Reisen gehe ich öfter mal ins Netz. Ich sehe mir Straßenkarten und Routen an”, sagte Sie im Gespräch mit “Spiegel Online”. Generell sei sie kein “Internetschreck”, sondern “alles andere als technikfeindlich”. Das Internet stelle eine große Hilfe dar, zum Beispiel für die Orientierung von Rettungsdiensten.

Dass sie dennoch ständig Kritik an Google übe, liege daran, dass man auf die Persönlichkeitsrechte der Menschen achten müsse. “Ein Klick genügt, und ich hätte das komplette Persönlichkeitsprofil eines Passanten. Das wäre ein Dammbruch, das müssen wir verhindern.” Google könne sich ab jetzt keinen Fehler mehr erlauben, weil der Imageschaden für die Marke bereits enorm sei. Google habe die Bürger in den Sommerferien überrumpelt und sich damit keinen Gefallen getan. (dts Nachrichtenagentur)

Deutsche googeln Nachbarn

Jeder siebte Deutsche hat schon einmal den Namen eines Nachbarn bei Google, Facebook und Co. eingegeben, um sich genauer zu informieren. Das geht aus einer repräsentativen Umfrage des Marktforschungsinstitut “Innofact” hervor. Im Juli 2010 wurden dazu 1.042 Personen befragt. Die reine Neugier packt dabei 11 Prozent aller Deutschen, die sich einfach ein wenig über die Menschen von nebenan informieren wollen, vier Prozent sind sogar schon per Facebook mit einem Nachbar oder Nachbarin befreundet.

Dabei tun sich junge Menschen besonders hervor. 15 Prozent der unter 30-Jährigen informieren über die Anwohner in nächster Nähe und befreunden sich zu acht Prozent über Facebook mit ihnen. Mit zunehmendem Alter schwindet indes der Gebrauch des Mediums Internet zur Beobachtung der Nachbarn. Nur noch drei Prozent der über 60-Jährigen schauen online, wer genau in ihrer Umgebung wohnt. (dts Nachrichtenagentur)

Neue Maßnahmen gegen Google Street View

Die Bundesregierung will offenbar noch im Herbst einen Maßnahmenkatalog zur Regelung von Internet-Geodiensten erstellen. Dies hat das Bundeskabinett am Mittwoch beschlossen, hieß es aus Kabinettskreisen. Indes soll auch der Vorschlag der Länder abgelehnt worden sein, welcher vorsah, dass ein spezielles Gesetz für Google auf den Weg gebracht werden sollte.

Für den 20. September sei überdies ein Spitzengespräch der Regierung mit Vertretern von Politik, Datenschutz, Wirtschaft und Google angesetzt. Bei “Google Street View” sollen Foto-Aufnahmen von Häusern und Straßen von 20 deutschen Städten zu sehen sein. In einigen anderen Ländern wie Frankreich, Großbritannien und der Schweiz ist der Dienst schon online. (dts Nachrichtenagentur)