Der Münchner Autobauer BMW kündigte heute an, in den Werken Berlin, Dingolfing, Regensburg und Landshut im kommenden Februar und März Kurzarbeit zu veranlassen.
26.000 Angestellte müssen deshalb weniger arbeiten, verdienen aber dementsprechend weniger Geld. Nachdem über Weihnachten schon eine längere Betriebsruhe als üblich vollzogen wurde, um auf die drastisch eingebrochene Nachfrage zu reagieren, muss BMW nun weiter auf die sehr angespannte Lage reagieren. Lediglich die Werke in Leipzig und in München arbeiten normal weiter. Absatzprobleme weltweit machen das Autogeschäft unrentabel wobei die Händler auf ihren Autos sitzenbleiben.
Hinzu kommt eine Ankündigung seitens BMW, eine Bürgschaft vom Staat für den Finanzsektor des Unternehmens in Betracht zu ziehen. Somit wollen die Bayern ihr Finanzgeschäft absichern. Einen Bericht der „Bild“ Zeitung wies der Konzern zurück, in welchem die Rede davon war, dass BMW Staatshilfen, also Geld vom Staat anfordern will, oder dies zumindest prüft.
Nicht nur BMW denkt über Garantien vom Staat nach. Andere Unternehmen aus der Automobilindustrie prüfen derzeit ebenfalls, ob die Staatgarantie sinnvoll für die weiteren Finanzierungsgeschäfte sei. Volkswagen beispielsweise hat schon Ende letzen Jahres für die eigene VW-Bank Hilfe vom Staat aus dem Rettungspaket der Bundesregierung ersucht.
Die Autoindustrie kommt seit Beginn der schweren Finanzkrise nicht zur Ruhe. Immer neue Meldungen, sei es aus den USA, wo die drei großen Autohersteller General Motors, Chrysler und Ford immer mehr Geld brauchen, oder im Zuge des Soges aus den Vereinigten Staaten aus Skandinavien, wo Volvo und Saab schwer mit der Lage ringen. Die Hunderttausenden Beschäftigten in der deutschen Autoindustrie müssen sich auf unangenehme Zeiten einstellen. Selbst Branchenprimus Toyota hatte vor kurzem einen Starken Rückgang der Nachfragen und Probleme beim Absatz vermeldet.




