Da werden Erinnerungen an alte Zeiten wieder wach, Herzen schlagen höher und die Presse überschlägt sich. Wie in alten Zeiten, begibt sich AOL auch in der heutigen Zeit wieder in einen spektakulären Kaufrausch und erobert, was es sich lohnt zu erobern. Für 36,5 Millionen Dollar kaufte AOL jetzt StudioNow ein. StudioNow ist ein Internet-Videounternehmen. Mit dem Kauf generiert AOL ein großes Aufsehen in den Medien, auch wenn es längst nicht mehr so enorme Ausmaße annimmt wie damals, als AOL noch bei jeder Handlung einen Hype erlebte. StudioNow bezahlt das Unternehmen AOL per Aktienwert und in bar. Allerdings wird der Kaufpreis über mehrere Jahre hinweg in Teilen bezahlt.
StudioNow hat eine komplexe Produktions- und Management-Lösung für Videos. Diese will AOL nun in das eigene Redaktionssystem Seed mit einbinden. Über Seed sprach man hier und da bereits. Das System steuert die redaktionellen Inhalte, bzw. erlaubt das steuern eben dieser Content-Inhalte innerhalb vom AOL-Netzwerk. Bisher kann man mit Seed den Content im AOL-Netzwerk erstellen, bearbeiten und richtig zuweisen, sowie verkaufen. Künftig soll da auch das Bearbeiten und Erstellen von Videos möglich sein. Dies alles ist die Vorstellung wenn es nach AOL geht.
Außerdem kommt AOL in die Medien, da sich der CTO Ted Cahall von AOL verabschiedet. Das allein aber ist nicht alles, denn der neue Chef in der Technikabteilung von AOL wird künftig Jeff Reynar sein. Richtig, der Jeff Reynar, der bereits bei Yahoo!, Google und auch bei Microsoft seine Dienste erbrachte. Seine Aufgaben lagen in der Vergangenheit stets im Bereich der Softwaretechnologie.
Bei AOL wird Jeff Reynar die Entwickung vom Content-Business bei AOL vorantreiben. Erfahrungen hat er genug, nicht zuletzt auch durch sein Unternehmen mit dem er sich um die Suche in Social-Networks kümmerte. Noch dazu blickt Jeff Reynar auf eine Zeit bei Google zurück, in der er verantwortlich für die Techniken der Google-Search-Engine war.
Für die Restrukturierungspläne von Tim Armstrong, AOL-Chef, sind beide Ereignisse elementar wichtig, denn so bringt man das Unternehmen AOL auf den Kurs, langfristig ein Publishing-Unternehmen darzustellen. Ehemals war AOL ein Internet-Provider, doch der damalige Erfolg verschwand bei ständig wachsender Konkurrenz bald. Jetzt wird AOL in den USA erstmal frisch gemacht und im Anschluss wird man sich bei AOL um die anderen Länder kümmern.






Jeff Reynar hat echt bald alle großen Konzerne durch! Mal sehen, wie erfolgreich er bei AOL arbeiten wird
Hmm, vom Internet-Provider zum Publishing-Unternehmen… quo vadis AOL??
Ich bin gespannt was die Zukunft von AOL bringt. AOL Deutschland ist ja sozusagen erstmal weg, mal sehen ob sich dies jemals wieder ändern wird.