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Anonymous: Hackerangriff gegen polnische Regierungsseiten

Unbekannte der Hackergruppe Anonymous haben während des Wochenendes vermehrt Webseiten der polnischen Regierung angegriffen. Im Visier der Hacker standen die Webseiten der Kanzlei des Ministerpräsidenten Donald Tusk, des polnischen Innenministeriums und des polnischen Parlaments. Beim Angriff habe die internationale Hacker-Organisation die Seiten zum Absturz gebracht, in dem eine Zugriffsflut simuliert wurde, berichtet die polnische Zeitung [...]

Unbekannte der Hackergruppe Anonymous haben während des Wochenendes vermehrt Webseiten der polnischen Regierung angegriffen. Im Visier der Hacker standen die Webseiten der Kanzlei des Ministerpräsidenten Donald Tusk, des polnischen Innenministeriums und des polnischen Parlaments. Beim Angriff habe die internationale Hacker-Organisation die Seiten zum Absturz gebracht, in dem eine Zugriffsflut simuliert wurde, berichtet die polnische Zeitung Rzeczpospolita. Die Attacke konnte nicht abgewehrt oder unterbrochen werden, berichten polnische Medien. Anonymous beendete die Operation am Sonntagabend.

DoS-Attacke aus Protest gegen die Unterzeichnung von Urheberrechtsabkommen Acta

Anonymous hat mittlerweile auch den Grund für die DoS-Attacke gegen die polnische Regierung genannt. Mit dem Hackerangriff wolle man gegen die Pläne der polnischen Regierung protestieren, das Urheberrechtsabkommen Acta zu unterzeichnen. Acta-Gegner sind der Meinung, dass das Abkommen eine Bedrohung der persönlichen Meinungs- und Informationsfreiheit darstelle. Vom Prinzip her kann man Acta mit den US-amerikanischen Gesetztesentwürfen SOPA (Stop Online Piracy Act) und PIPA (Protect IP Act) vergleichen. Anonymous gibt an, die Ergebnisse eines Treffens von Ministerpräsident Tusk und seinen Ministern abwarten. Sollten die Ergebnisse nicht mit den Vorstellungen der Hackergruppe vereinbar sein, ist mit weiteren Angriffen zu rechnen.

Erneuter Hackerangriff am Montagmorgen

Am Morgen des heutigen Tages hat es erneut einen Hackerangriff auf die Seite der Tusk-Kanzlei gegeben. Die Angreifer kaperten die Webseite und hinterließen eine eindeutige Botschaft: “Ihr werdet das Internet nicht zensieren.” Bisher hat sich noch keine Organisation zum Angriff bekannt.

Hintergrund: So funktioniert die DoS-Attacke

Bei einer DoS-Attacke simulieren Hacker eine Zugriffsflut auf Server, die daraufhin überlastet werden. Dadurch können Nutzer nicht mehr auf bestimmte Webseiten zugreifen. DoS steht für Denial of Service, Dienstablehnung. Da der Server mit der Verarbeitung von Informationen durch eine scheinbare Vielzahl von Zugriffen überlastet ist, wird dem Nutzer der Zugriff auf Internetseiten verweigert.
DoS-Attacken zählen mit zu den konventionellsten Angriffen auf eine Netzinfrastruktur.