Eine junge Münchner Biologin namens Melanie Meyer-Lühmann erhielt für ihre Untersuchungsreihe an Mäusen einen der höchsten Auszeichnungen in der Alzheimer Forschung. Sie nahm am Mittwochabend einen Preis über 100.000 Euro entgegen, der der Alzheimer Forschung zugute kommt. Der 35-jährigen Ausnahmebiologin ist es gelungen, mit modernsten mikroskopischen Techniken, die Entstehung von Alzheimer am lebenden Objekt sichtbar zu machen.
Die junge Biologin setzte den Mäusen dafür ein eigens dafür angefertigtes Glasfenster in den Schädel ein, um beobachten zu können, wie sich Proteine zu Plaques ansammeln und nach und nach verklumpen. Professor Christian Haas von der Münchner Ludwig-Maximilian-Universität (LMU) ließ verlauten, dass es sich hierbei um eine Ausnahmewissenschaftlerin handle, die auf dem Gebiet der Alzheimer Forschung einen wichtigen Durchbruch erzielt habe. Ihre Arbeit sei Vorreiter für das Gespür der Altersdemenz und die weitere Erforschung von Medikamenten.
Meyer Lühmann ist seit Oktober letzten Jahres mit Forschungsarbeiten an der LMU beschäftigt und wird als Emmy-Noether-Stipendiatin von der Deutschen Forschungsgemeinschaft gefördert. Der deutsche Neurologe Alois Alzheimer entdeckte erstmals die später nach ihm benannte Demenzerkrankung, die bis heute als nicht heilbar gilt.





