Wenn die Kopfpauschale zur Krankenversicherung tatsächlich eingeführt werden sollte, müssen sich die Bürger auf Prämien in Höhe von 100 Euro einstellen. Dies gab zumindest der Duisburger Gesundheitsökonom Jürgen Wasem gegenüber einer renommierten Tageszeitung bekannt. Die neue Bundesregierung plane nach wie vor, die Hälfte der Gesundheitsausgaben über einen einkommensabhängigen Obolus der Arbeitgeber zu finanzieren. Die Differenz werden allerdings alle Versicherten, einkommensunabhängig über eine sogenannte Kopfpauschale beisteuern müssen. Die neue Koalition hatte bereits mit heftigen Eischnitten innerhalb der angekündigten Gesundheitsreform Schlagzeilen gemacht.
Weitere Details werden weitestgehend von einer Regierungskommission überprüft und geklärt werden. Inwieweit und in welcher Höhe der Sozialausgleich die deutschen Bürger entlasten wird ist noch nicht aussagekräftig, betont Waber. Mit dem Pauschalsystem würden erst Besserverdienende eine finanzielle Entlastung spüren, Geringverdiener, die häufig mehr Belastungen ausgesetzt sind, würden davon zunächst nicht profitieren.
Arbeitnehmer, die aktuell 600 Euro Lohn im Monat erhalten, zahlen momentan 48 Euro, ohne Sozialausgleich im neuen Modell müssten sie das Doppelte aufbringen. Wasem schlug vor, dass Arbeitende, die mehr als acht Prozent des Einkommens für die Krankenversicherung zahlen müssen, ein Recht auf Steuerzuschuss bekommen sollten.
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